So ging es los, eingequetscht zwischen Gepäck und Kindersitz. Erstes Etappenziel: Schwarzwald, Camping am See, wegen Starkregen abgesagt. Zum Glück wohnt die Familie nicht weit, die wollten wir ohnehin länger besuchen. Dann weiter zum Gardasee, der Campingplatz idyllisch gelegen auf einer Halbinsel, Sonnenschein, glasklares Wasser, ein leckeres Restaurant. Besser geht es nicht, dachte ich. Viel weiter sollten wir als Camping-Debütanten auch nicht kommen. Erfahrene Camper wissen: Zelten ist Arbeit. Man ist einfach mit, nun ja, Zelten beschäftigt. Alles ausladen, alles aufbauen, Strom organisieren, der regelmäßige Marsch zum Abspülen, Essensreste aus dem Abfluss pulen, Zelt ausfegen, Teppich ausklopfen, Sonnensegel rauf, Sonnensegel runter, einkaufen, wieder ausladen, Ausharren vor dem Gaskocher, bis die Nudeln weich werden. Es dauerte nicht lange, bis mein Freund nicht mehr von Urlaub, sondern von Teambuilding-Maßnahme sprach. Denn nicht nur unser Camp musste ja versorgt werden, sondern auch: das Baby. (…)